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LM in Ahlen

Moritz Rosik qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft

Da ich Moritz im Turnier betreut habe, kann ich nur über Moritz’ Turnier- verlauf berichten.

Gnadenlos wurde Moritz um 6:00 Uhr geweckt, nach den 7 Runden vom Vortag war er doch ganz schön geschafft, musste zweimal geweckt werden. Frühstücken, um 7:00 Uhr war Abfahrt.

Die Pannen bei der Turnierleitung vom Vortag setzten sich auch in Ahlen fort. Nach der ersten Auslosung stellte Hannes Bloch aus Düsseldorf fest, dass er nicht spiele. Ordnungsgemäß angemeldet fand er sich nicht auf der Teilnehmerliste wieder. Auf der Teilnehmerliste wurden aber 64 Spieler aufgeführt. Jetzt kam Hektik auf, doch Klemens Mattes fand mit seiner Erfahrung schnell den Fehler, Marcell Kunz stand zweimal auf der Liste.
Die angefangenen Spiele mussten abgebrochen werden, neue Auslosung. Glück für Moritz, er führte zwar 1:0 gegen Bruno Absalon, aber dieser war ein Hammerlos.

Neue Auslosung, jetzt war Silvia Lierenfeld der nicht minder schwere Gegner.
Die Anfangsphase war ausgeglichen, jeder je einen Punkt bis zum 3:3, der Regen wurde stärker, Moritz zog sein Sweatshirt aus, Silvia dagegen zog die Regenjacke an, mit der Kapuze über den Kopf. Beim Stande von 8:5 für Moritz, Silvia kämpfte gerade mit der Kapuze, fragte er mich, ob er schießen oder legen solle. 9 lag, seine zweite lag an Drei. Mein Rat war, lieber den sicheren 10. Punkt zu legen. Silvia hörte dies und beschwerte sich lautstark über die „Absprache“. Fortan hatte Moritz Silvia sicher im Griff und gewann 13:6.

Schon wieder ein Fehler der Turnierleitung, nochmals Auslosung.
Moritz’ Gegner war jetzt Wilhelm Friedrichs vom KfK Münster. Friedrichs führte schnell 6:1. Moritz wunderte sich darüber, dass sein Gegner nie schoss. Beim Stande von 2:10 gab Moritz das Schießen ebenfalls auf. Selbst Schüsse 5 cm vor der Kugel sprangen drüber. Gegen diesen Gegner war Moritz chancenlos, so kam er nur auf 6 Punkte.

Dritte Runde - wieder ein Erkrather: André Hensing.
Ein sehr ausgeglichenes Spiel, keiner konnte sich absetzen, 12:11, André holte den Punkt zum 12:12.
Dann die entscheidende Aufnahme, man merkte jetzt Andrés langjährige Turniererfahrung. Er legte den Abwurf- kreis 2 m nach vorne, damit nur kurz gespielt werden konnte. Bei ca. 7 m legte André seine Kugel an die Sau. Moritz entsorgte sie mit einem sauberen Eisentreffer. Mit Schwein- chenziehen lag jetzt Moritz an der Sau. André verschoss zweimal und Moritz fuhr einen 13:12-Sieg ein.

Vierte Runde - gegen den Legekönig aus Kettwig Georgios Dimitriadis. Die zugeloste Bahn war nicht so durchweicht, gut für Moritz.
Georgios legte, wenn er die Sau bekam, auf 6 bis 7 m, lag immer am Schweinchen und seine Schüsse fanden sicher ihr Ziel. Moritz spielte am Anfang die gleiche Länge. Beim Stande von 6:6 rollte Moritz’ Sauwurf auf 10 m. Moritz legte seine erste Kugel neben die Sau, Jorgo schoss daneben. Plötzlich kamen auch Georgios’ Legekugeln nicht mehr. Moritz warf die Sau wieder auf 10 m, Georgios bestand auf Nachmessen, es passte, zum Leidwesen von Georgios. Angetan von Moritz’ Legeleistung bescheinigte Georgios Moritz, klasse gespielt zu haben.

Fünfte Runde - Moritz rechnete schon: „Noch ein Sieg und ich fahre zur Deutschen Meisterschaft.“ Er traf auf den Lokalmatator Abdelhay El Alouani. Der Druck, jetzt das vierte Spiel unbedingt gewinnen zu müssen, brachte Moritz dazu, etwas konfus zu spielen. Er haderte mit dem Boden: „Auf so einem Acker kann man nicht spielen.“ Nach meinem Einwand, dass sein Gegner bestens mit dem Boden zurecht komme, motivierte ihn noch einmal, er raffte sich noch einmal auf, hatte aber letztendlich keine Chance und musste sich zu 5 geschlagen geben.
In der Pause setzten wir uns ins Auto und sprachen über den bisherigen Turnierverlauf. Ich erinnerte ihn daran, dass er seine Zielsetzung bereits erreicht hatte und dass er auch noch mit diesen drei Siegen zur Deutschen Meisterschaft kommen könnte, da die starken Gegner wahrscheinlich die nötigen Buchholzpunkte bringen würden.

Letzte Runde - diesmal gegen Andreas Kux von Düsseldorf sur place.
Der Sieger fährt zur Deutschen Meisterschaft. Unser Gespräch hatte den Kopf wieder frei gemacht. Mit dem Willen, Andreas zu schlagen und Revanche für die 10:13-Niederlage in Solingen zu nehmen, war Moritz bis in die Haarspitzen motiviert. Moritz gewinnt die Wahl. Moritz’ wirft die Sau auf 6 m, dann seine erste Kugel 5 cm daneben. Andreas schießt, berührt die Kugel nur leicht, die etwa 15 cm von der Sau wegrollt. Andreas legt 15 cm vor die Sau. Es wird gemessen. 1 mm schlechter. Andreas schießt erneut, trifft die Kugel mit einem Casquette und gräbt sie dadurch halb ein. Moritz schießt Andreas’ Kugel vor der Sau, trifft, legt nach - 3 Punkte. So verläuft auch die zweite Aufnahme. Moritz wieder an der Sau, Andreas verschießt. Jetzt läuft Moritz zu großer Form auf, schießt durch - 6:0. Dann 8:0. Bei 10:0 macht Andreas zwei Punkte, doch Moritz hält seine Trefferquote hoch und gewinnt 13:2. Geschafft! Moritz fährt zur DM.

Mit den ganz Großen kann Moritz noch nicht mithalten, aber er ist auf einem guten Weg.
Ich hoffe er übersteht die erste Runde. Dann ist einiges möglich.

Ich wünsche ihm viel Glück.

  
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